Darmspiegelung (Koloskopie, Ileokoloskopie)

Die Dickdarmspiegelung wird zur Abklärung von Bauchschmerzen, Stuhlveränderungen wie Durchfälle oder Verstopfung, Blut im Stuhl, Blutarmut oder zur Darmkrebs-Vorsorge durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung ist es, Erkrankungen im Enddarm, im Dickdarm und dem Übergang Dickdarm/Dünndarm zu erfassen. Diese Technik stellt die aussagekräftigste Methode dar, organische Veränderungen der genannten Organe zu erkennen und ggf. auch direkt therapeutisch tätig zu werden (z. B. Polypen zu entfernen).

Um eine möglichst exakte Beurteilung der Darmschleimhaut zu ermöglichen, ist eine gründliche Darmreinigung von entscheidender Bedeutung. Die eigentliche Abführmaßnahme beginntn am Nachmittag vor dem Untersuchungtag. Sie erhalten von uns das erforderliche Abführmittel sowie einen detaillierten Plan, wie Sie diese einnehmen sollen.

Die Untersuchung dauert im Regelfall ca. 15-20 Minuten. Das Untersuchungsintrument, das Endoskop oder Koloskop, ein ca. 12 mm dünnes, biegsames, schlauchartiges Instrument, wird in Linksseitenlage des Patienten über den After eingeführt und langsam bis zum Übergang des Dickdarmes in den Dünndarm vorgeschoben. Da der Gerätevorschub mit gleichzeitiger Lufteingabe ein bisweilen unangenehmes Druckgefühl im Bauch verursachen kann, kann die Untersuchung wahlweise mit einer Beruhigungsspritze oder einer Kurznarkose durchgeführt werden (sehen Sie hierzu auch unter Sedierung). Bei auffälligen Befunden können mit einer sterilen Biopsiezange, die über einen Arbeitskanal im Endoskop eingebracht wird, Gewebeproben entnommen werden. Die Probeentnahme ist schmerzfrei und ungefährlich, sofern keine Blutgerinnungstörungen vorliegen. Falls Polypen abgetragen werden müssen (sehen Sie hierzu auch unter Polypabtragung), kann sich die Untersuchungszeit verlängern. Polypen sind Neubildungen der Darmschleimhaut, die dann vom Pathologen auf ihre gutartige oder aber bereits bösartige Beschaffenheit hin untersucht werden.

Aspirinhaltige Präparate und blutgerinnungsbeeinträchtigende Medikamente wie die neuen oralen Antikoagulantien (Xarelto, Pradaxa, Eliquis, Brilique, etc.) müssen mehrere Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Cumarinpräparate (z. B. Marcumar) müssen in der Regel ca. 5-7 Tage vorher abgesetzt werden, um eine Biopsieentnahme zu ermöglichen.

Mit dem Hausarzt oder gerne auch mit uns als Untersucher ist eine Rücksprache unbedingt erforderlich.

Der Patient erholt sich nach der Untersuchung in einem Aufwachraum. Nach Abtragung größerer Polypen werden die Patienten ggf. 1-3 Stunden nachbeobachtet.

Vor Entlassung erfolgt durch den behandelnden Arzt eine Befundbesprechung und Verabschiedung.

Bei Beschwerdefreiheit kann der Patient wieder normal essen und trinken (es sei denn, dass größere Polypen abgetragen wurden). Eine „Aufbaudiät“ ist nicht erforderlich. Evtl. leichtes Druckgefühl (verbliebene Luft im Darm) vergeht in der Regel innerhalb von 1-2 Stunden.

Essen und Trinken ist nach der Untersuchung möglich.

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