Sedierung

(Beruhigungsspritze/Schmerzspritze/Kurznarkose/Narkose)

Es wird viel über endoskopische Untersuchung erzählt. Es wird auch viel über die Schmerzhaftigkeit erzählt. Manches davon stimmt, anderes ist übertrieben oder falsch:

  • Da jeder Mensch anders reagiert und eine andere Schmerzempfindung hat, wird die endoskopische Untersuchung sehr unterschiedlich empfunden.
  • So kann die Untersuchung bei ängstlichen und unruhigen Patienten schwieriger verlaufen als bei entspannten und beruhigten.
  • Anatomische Besonderheiten als auch Verwachsungen nach Voroperationen im Bauchbereich können die Untersuchung erschweren.
  • Viele Untersuchungen können problemlos und ohne unzumutbare Belastung auch ohne Sedierung durchgeführt werden.
  • Die Verträglichkeit der Untersuchung hängt entscheidend ab von einer guten Aufklärung vor der Untersuchung, einer ruhigen Atmosphäre während der Untersuchung als auch von der Expertise der Untersucher, wobei nicht nur der Arzt, sondern auch die Assistenz Erfahrung mitbringen müssen.

Da endoskopische Untersuchungen individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, bieten wir jedem Patienten die Möglichkeit, die Magen- oder Darmspiegelung zu „verschlafen“:

  • Für einen sogenannten “Dämmerschlaf" werden bei der Magenspiegelung über einen Venenzugang kurzwirksame Beruhigungsmittel (Midazolam), bei der Darmspiegelung
    zusätzlich auch ein Schmerzmittel (Pethidin) verabreicht, die zu einem schmerzfreien “Dämmerschlaf” führen. Hierbei ist der Patient während der Untersuchung beruhigt und entspannt und je nach Dosierung schläft er ein, ist aber ansprechbar. Durch das Beruhigungsmittel kommt es zu einer retrograden Amnesie, so dass zumeist die komplette Untersuchung aus der Erinnerung verschwindet und viele Patienten dann davon sprechen, eine „Narkose“ gehabt zu haben.
  • Neben dem oben erläuterten „Dämmerschlaf“ besteht auch die Möglichkeit des „kontrollierten Tiefschlafs“. Hierfür wird das Narkosemittel Propofol eingesetzt.
  • Als dritte Möglichkeit können wir die “Propofolnarkose” anbieten. Diese wird von einem Narkosearzt vorgenommen. Somit erfolgen die Aufklärung, die Durchführung und die Überwachung während der Narkose und in der Aufwachphase durch einen erfahrenen Anästhesisten und sein Team.

Die Wahl des Beruhigungsmittels (Dormicum, Propofol), die Dosierung und somit die Tiefe der Sedierung/Narkose ist abhängig von Art und Dauer der Untersuchung, evtl. Begleiterkrankungen und wird individuell angepasst.

Während der Untersuchung werden von einer zusätzlichen, speziell geschulten, medizinischen Fachangestellten Atmung und Kreislauf des schlafenden Patienten kontinuierlich überwacht und dokumentiert (entsprechend der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen DGVS).

Die Nachbeobachtung erfolgt in einem separaten Aufwachraum.

Vor Entlassung des Patienten überzeugen wir uns in einem persönlichen Abschlussgespräch davon, dass der Patient wieder wach und orientiert ist, bevor er dann an eine Begleitperson übergeben wird.

Bitte organisieren Sie den Nachhauseweg, sorgen Sie bitte dafür, dass Sie von einer Begleitperson in der Praxis abgeholt und nach Hause gebracht werden.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass nach Erhalt einer Beruhigungsspritze aus rechtlichen Gründen eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr am Untersuchungstag eindeutig untersagt ist (Auto, Motorrad, Fahrrad) und keine wichtigen Entscheidungen getroffen werden sollten.

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